Bei Wind entscheidet nicht allein die Wasserdichtigkeit eines Tarps. Standort, Ausrichtung, Aufbauhöhe und Abspannwinkel bestimmen, wie ruhig der Wetterschutz steht und wie viel Wind den Underquilt erreicht. Ein großer Stoffüberstand hilft wenig, wenn eine breite Seite ungeschützt im Wind steht.
Standort vor Pitch
Meide abgestorbene Äste und windanfällige Einzelbäume. Mulden können zwar windstill wirken, sammeln aber Kaltluft und Wasser. Natürliche Geländekanten oder dichter Bewuchs können Schutz bieten, ohne dass das Lager direkt unter geschädigten Bäumen liegt.
Schmale Seite zum Wind
Richte die Tarp-Ridgeline möglichst entlang der Hauptwindrichtung aus. Dann trifft der Wind eher auf die Stirnseite als auf die große Seitenfläche. Wind kann drehen; plane deshalb Reserve ein und beobachte Wetter sowie Gelände.
Tief und gleichmäßig abspannen
Bei schlechtem Wetter hängt das Tarp näher über der Hängematte und die Seiten reichen weiter nach unten. Setze Heringe so, dass die Abspannleinen die Stoffflächen gleichmäßig belasten. Ziehe nicht eine Ecke maximal fest, während die gegenüberliegende Fläche lose bleibt. Nach dem ersten Windstoß lohnt eine Kontrolle.
Hex-Tarp und offene Stirnseiten
Ein Hex-Tarp bietet eine gute Balance aus Fläche und Gewicht, bleibt an Kopf und Fuß offener als ein Tarp mit Türen. Das Vagabund-Tarp ist 375 cm lang; der Längsüberstand schützt die Waldgeist-Matten, ersetzt aber keine günstige Ausrichtung. Die Formen vergleicht der Tarp-Ratgeber.
Underquilt vor Wind schützen
Wind erhöht den Wärmeverlust an der Unterseite. Ziehe das Tarp tief genug, ohne dass es den Underquilt berührt. Prüfe dessen Randabdichtung und Temperaturreserve. Der Underquilt-Ratgeber hilft bei Kältezonen.
Fazit: Ein sturmfester Pitch beginnt mit dem Standort. Danach folgen Ausrichtung, niedrige Aufbauhöhe und gleichmäßige Spannung. Bei ernsthaften Unwetterwarnungen ist Abbrechen sicherer als das Ausreizen des Materials.